Wild Life Breath

Atem, Gefühle & Ekstase – Wild Life Tantra Level II Wochenende (Seegut Blaue Blume)

An Wild Life Tantra Level II Wochenenden werden wir uns mit wechselnden Themen aus dem tantrischen Feld beschäftigen und intensive Räume der Selbsterfahrung und Begegnung dazu kreieren. Diesmal heißt das Thema:

Atem, Gefühle & Ekstase

Einatmen Ausatmen mit Spass

Als TantrikerInnen folgen wir der Sehnsucht nach Intensität und Wahrhaftigkeit. Wir wünschen uns göttlichen Sex, heilige Lust, schamlose Ekstase. Wenn wir es ernst damit meinen, uns diese bunte und reichhaltige Erlebnis- und Begegnungswelt zu eigen zu machen, kommen wir nicht umhin, uns ganzheitliche Kompetenzen im Handling starker Energien und großer Gefühle zu erarbeiten, denn es sind dieselben inneren Schranken und Kontrollstrukturen, mit denen wir unsere Schatten “containern”, die uns auch daran hindern, uns uneingeschränkt in Lust und Ekstase fallen zu lassen, uns selbst mit unserem ganzen Wilden Wesen in all seiner Schönheit und Hässlichkeit willkommen zu heißen, und den fremden Wilden Wesen Einlass in den Tempel unserer Seele zu gewähren.

Natürlich gewähren uns diese Schranken, diese Wächter unserer Seele, Schutz, Halt und Sicherheit, sie sind lebenswichtig, aber wir haben auf dem tantrischen Weg die Möglichkeit, sie aus der Welt des Unbewussten und Unwillkürlichen zu bergen, sie in unseren bewussten Raum zu heben, sie von Herrschern zu Dienern zu transformieren und uns damit den Schlüssel zu unserem Wilden Sein zurück zuerobern.

Das holotrope Atmen ist ein mächtiges Werkzeug, um unsere Energieblockaden im Körper aufzulösen, die Gefühle wieder fließen zu lassen und unsere Schattenseiten ins Licht des Bewusstseins zu bringen. Unsere Persönlichkeit darf so facettenreicher werden, wir können spüren, dass auch die scheinbar negativen Gefühle wie Wut und Traurigkeit einen Schatz in sich tragen. Wir werden uns seelisch „nackig“ machen, uns schwach und verletzlich zeigen. Das ist oft schambesetzt. Und wir wollen oft niemandem zur Last fallen, uns anderen nicht zumuten. In der Atemsession bist du eingeladen, mit aller Intensität, mit aller Lautstärke, mit allen Auf und Abs, dich ganz deinem/deiner Partnerin und auch der ganzen Gruppe zuzumuten.

Die Kunst der Ekstase ist es dann, im Angesicht mächtiger Energien und Gefühle durchlässig und entspannt zu bleiben. Es geht darum, zu üben, den Raum zu halten, egal, wo dein Partner gerade hin fliegt, egal, ob seine Lustschreie gerade die Scheiben wackeln lassen oder sich schmerzerfüllt Bäche von Tränen ergießen. Das holotrope Atmen zu zweit, bei dem einer den anderen auf der Atemreise begleitet, übt die Kompetenz des Raum-Haltens solch intensiver Gefühlszustände. Als Begleiter bist du aufgefordert, in eine erhöhte Präsenz zu finden und so dem Atmenden zu ermöglichen, sicher und vertrauensvoll auf die große Reise nach innen zu gehen.

Am Wochenende wirst du zweimal atmen und zweimal begleiten. Darüber hinaus wird es ein sexpositives tantrisches Freiraumritual geben. Aktive Meditationen, um gut im Körper anzukommen, runden das Programm ab.

Teilnahme-Voraussetzung

Entweder Wild Life Tantra Basics oder Loving Body oder eine vergleichbar kraftvolle, externe Vorerfahrung – Bitte ggf. mit uns sprechen.

Zeitplan

Freitag 18:00 – 22:30 Uhr (Check-in, Ankommen, Chillen, Natur-genießen ab 15 Uhr)
Samstag 9:00 – 22:30 Uhr
Sonntag 9:00 – 18:00 Uhr

Verpflegung während der Seminarzeiten ist enthalten.

Kursziel

Der Kurs ist ein 20-stündiger Tantra-Aufbaukurs über Atemarbeit nach Stanislav Grof und den Umgang und das Raumhalten mit starken Energien und Emotionen. Zusätzlich werden verschiedene andere Atem-Meditationen und aktive Meditationen erlernt.

Die Teilnahme an mindestens drei Level-II-Wochenenden berechtigen zur Teilnahme an Level-III-Wochenenden.

Preise (ohne U/V)

Frühbucherpreis bis 31.3.2022:

Einzelpersonen: 190 €
Paare & SponsorInnen: 360 €

Normalpreis ab 1.4.2022:

Einzelpersonen: 260 €
Paare & SponsorInnen: 490 €

Unterkunft und Verpflegung musst Du separat nach Deiner Anmeldung beim Seegut Blaue Blume buchen.

Kostenlose Helferinnen-Tickets und unser Sponsoring-Programm sind verfügbar. Anmeldung nur mit Vorkasse.

Wie bekomme ich Ermäßigung?

Sprache: Ausschließlich Deutsch, keine Übersetzung

Unterkunft & Verpflegung

Wir bekommen bei der Blauen Blume Bio-Vollverpflegung, diese kostet für das ganze Wochenende pro Person 87 € und muss von allen TeilnehmerInnen gebucht werden

Die Blaue Blume bietet verschiedene Übernachtungs-Optionen die Begrenzt zur Verfügung stehen:

  • Doppelzimmer (11 Verfügbar): 69 € / Zimmer / Nacht
  • Doppelzimmer als Einzelzimmer: 59 € / Zimmer / Nacht
  • Einzelzimmer (4 Verfügbar): 49 € / Zimmer / Nacht
  • Ein Appartment (max. 6 Personen): 89 € / Zimmer / Nacht
  • Aufbettung: 15 € / ZImmer / Nacht
  • Gruppenraumübernachtung (20 Plätze): 15 € / Zimmer / Nacht
  • Zelt / Bus: 15 € / Zimmer / Nacht

Unterkunft und Verpflegung musst Du separat nach Deiner Anmeldung direkt beim Seegut Blaue Blume buchen. Weitere Infos dazu bekommst du nach deiner Anmeldung

Die Website der Blauen Blume findest Du HIER.

https://wild-life-tantra.activehosted.com/f/embed.php?static=0&id=7&6275043CDD931&nostyles=0&preview=0

Wir freuen uns auf dich!

Tandana & Chono

 

 

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Wild Life News

Die Buddha-Beziehung - Das Hörbuch - Gelesen von Christiane Marx & Felix WürglerLiebe, die ins Ohr geht!

Die Buddha-Beziehung gibt es ab heute offiziell auch als Hörbuch zum Download im Handel, fast überall, wo es Hörbücher gibt! Liebevoll und angenehm Vorgetragen von zwei befreundeten Profi-Sprechern und Schauspielern Christiane Marx und Felix Würgler.

Chono hat das ganze mit der Gitarre und der Ukulele musikalisch umspielt, und das Ergebnis dieser drei Künstler ist wirklich ein Hörgenuss. Wir freuen uns, dass die Hörfassung heute bei über 50 Händlern / Streaming-Diensten erschienen ist. Hier findest Du die Shoplinks, die wir bei Zeiten noch ergänzen werden, wenn wir alle Links haben.

Wir freuen uns über gute Bewertungen und schöne Rezensioenen

Dadurch unterstützt Du nicht nur uns, sondern auch die Botschaft auf ihrem Weg zu den Menschen, denen sie helfen kann. Jede gute Bewertung, jede Rezension und jedes Teilen in den Sozialen Netzwerken verstärkt die öffentliche Präsenz und Sichtbarkeit dieses Kleinods.

Hörprobe

Hier die Shops / Online-Bibliotheken / Streaming-Dienste:

via feiyr.com, dem Vertrieb

oder Direkt:

7 Digital • AmazonAmazon Music • Anghami • AudibleAudioteka • Audiobooks.com • Bolinda (BorrowBox) • Bookbeat • Bookmate • Boomplay / Google Play • Ceebo • Claromusica / Xplore Music • claudio.de • Deezer • Digital Stores • Divibib • Findaway • Gracenote • iHeart • iTunes Audiobooks • KKBOX • Mondia Media (T-Mobile, Vodafone, o2) • Music Island • Napster • Nextory • OVERDRIVE • PhonoNet • PlayNetwork • Qobuz • Real Networks Austria • Saavn • Simfy • Skoobe • Sofortwelten • SoundcloudGo • SpotifyStorytel • Tencent Music • Tolino • Tolino Media • TouchTunes • UMA • YouTube Music • Zvooq

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Quelle:

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Nach 30 Jahren Ehe, war die Arbeit mit Euch eine höchst willkommene Alternative zum Auseinander-Gehen

Eine Dankes-Mail nach 3×90 Minuten Paarcoaching

Taschenbuch Buddha-Beziehung auf einem Kissen mit Blumen, Liebe, Kommunikation, Freiheit und FriedenLieber Chono, Liebe Tandana,

Uns geht es prima. Seit wir sie praktizieren, genießen wir immer mehr unsere regelmäßigen Spiegelgesprächen und merken, dass unsere Themen und Vertrautheit immer tiefer gehen. Die tragen dazu bei, dass das Leben aufregend, anstrengend, ausgiebig und abenteuerlich ist. Das Büchlein ist immer wieder hilfreich um sicher zu gehen, dass keine solche Sachen wie “in die Augen Schauen” und “keine Nebenbemerkungen oder Mienenspiele” rein schlüpfen oder sich verselbstständigen.

VIELEN DANK an Euch beiden für die Inspiration und Anleitung, vieles ist nun leichter, liebevoller und intimer – geistig und spirituell. Eure äußerst respektvollen Umgang mit jeden von uns, Euer Humor, Klarheit und offensichtliche Liebe – zu einander und zu Eurer Arbeit – hat unsere Beziehung gestärkt und gab uns frische Mut, um weiter zu gehen. Nach 30 Jahren Ehe, war die Arbeit mit Euch eine höchst willkommene Alternative zum Auseinander-Gehen. Danke, danke, danke!

Alles Liebe und Gute für Euch!
Walk in Beauty,
Ramey

Quelle: Nach 30 Jahren Ehe, war die Arbeit mit Euch eine höchst willkommene Alternative zum Auseinander-Gehen

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Sa 2.10.: Selbsterfahrung durch aktive Meditation – AUM & Spiel-Meditation

Durchlässig und wach durch den Sturm

Hier trainierst Du Deine Kompetenzen im Umgang mit starken Emotionen, mit Dir selbst und bei Deinen Mitmenschen. Du lernst liebevoll den Raum zu halten, durchlässig zu werden und zugleich präsent und aufmerksam. Genau das richtige für Umbruchzeiten, für Beziehungs- oder Corona-Krisen, aber auch einfach und sowieso für das Leben. Durch Meditation? Echt?

Ja! Das Konzept der aktiven Meditationen wurde von Osho speziell für uns westliche Menschen kreiert. Wir gehen in verschiedene Bewegungen, Gefühls- oder Energiezustände mit der inneren Haltung der Meditation: Wach, entspannt und bewusst. Körperliche und seelische Spannungen können sich lösen, wir finden in einen Zustand tiefer Stille und entspannter Selbsterkenntnis. Wir lernen uns voll und authentisch einzulassen auf das was geschieht und mit dem anderen Auge wach zu bleiben und zu beobachten was geshieht.

Das Programm

Für unseren Meditationstag haben wir uns zwei sich wunderbar ergänzende Meditationen herausgesucht, die ein perfektes Paar sind: Yang und Yin, in dieser Reihenfolge. Die feine und fast strukturlose Wild Life Play Meditation eignet sich als ideale Ergänzung zur kraftvollen und stark strukturierten AUM-Meditation nach Veeresh. Sie bietet Raum, die angestoßenen, inneren Bewegungen zu vertiefen und zu vollenden und deine ganz eigenen Prozesse spielerisch zu schließen. Wenn man die AUM als seelischen “Work-out” bezeichnen kann, dann ist die Wild Life Play Meditation das dazu passende “Play-in”.

12 – 16:30 Uhr AUM-Meditation
19 – 22 Uhr Wild Life Play Meditation

Es können beide Meditationen auch einzeln wahrgenommen werden.

Preise

Nur die AUM: Vvk 30 €, Tk 35 €
Nur Play-Meditation: Vvk 25 €, Ak 30 €
Beide zusammen: Vvk 50 €, Tk 60 €

Kostenlose HelferInnen-Tickets sind verfügbar.

Sprache: Ausschließlich Deutsch, keine Übersetzung

Wir freuen uns auf Dich!
Chono & Tandana

Quelle: Sa 2.10.: Selbsterfahrung durch aktive Meditation – AUM & Spiel-Meditation

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“Wie einem traumatisierten Mann echte Liebe zeigen?”

Eine Frau fragte das Team Dr. Love am 20.4.2021 folgendes

Liebes Team Dr. Love,

ich habe eine besondere Frage.
Wie kann ich – eine erwachsene, liebevolle, im Umgang mit Männern erfahrene Frau einem Mann die Liebe zeigen, ihn Liebe er-leben lassen, denn das wünscht er sich aus tiefster Seele von mir.

Das Besondere daran ist, dass er damit keine sexuelle Liebe meint.

Er ist ein sehr attraktiver und charmanter Mann, den die Frauen umschwärmen wie Motten das Licht, und er hat viel körperliche Vereinigung praktiziert, ohne je wirkliche Liebe empfunden zu haben.

Es war eher ein Programm, das er abgespult und weil es von ihm erwartet wurde mitgemacht hat, ohne im Herz berührt worden zu sein.
Jetzt ist er Mitte 50, sieht deutlich jünger aus, lebt seit 1,5 Jahren asexuell und wünscht sich Liebe in ihrer ganzen “Bandbreite” annehmen, spüren, genießen und geben zu können.

Ich glaube, er hatte keinen Vater ( die Eltern waren getrennt, seitdem er geboren war), die Mutter hatte nie eine weitere Beziehung zu einem Mann. Aus Erzählungen schlussfolgere ich, sie ist eine gefühlskalte Frau sein könnte.
Sie war unfähig ihrem Sohn ein Nest und bedingungslose Mutterliebe zu schenken.

Ausserdem hat er einige Zeit in einem Kinderheim gelebt und evtl. im Kindergartenalter Missbrauchserfahrungen dort gemacht.

Ich kenne ihn 2 Jahre, und habe aus der Anfangszeit sexuelle Erfahrungen mit ihm, die kaum/ nicht erfüllend, nährend, wertschätzend… waren. Wir sind uns nach ca. 5 intimen Treffen nur noch wie Bruder und Schwester begegnet und haben uns nach 1 Jahr Wochenendbeziehung getrennt.
Jetzt sind wir uns wieder begegnet, und er bat mich bei einem sehr bewegendem Treffen um Hilfe, denn er ist sehr einsam, auch wenn er wie gesagt ständig von Frauen hofiert wird. Ich bin eine der ganz wenigen Frauen, zu denen er zumindest z.T. Vertrauen hat, und der er sich anvertraut hat.
Ich danke euch von Herzen für eure Anteilnahme und bin gespannt auf eure Antworten.

Wir antworteten

Liebe Fragende,

erstmal möchten wir Deinen liebevollen und engagierten Einsatz für Deinen Freund würdigen. Du machst Dir Gedanken, Du investiert in höchst anerkennenswerter Weise Zeit und Herzblut, um ihm zu helfen.

Und nun wollen wir das gesteckte Ziel genauer unter die Lupe nehmen: Du möchtest ihm Liebe zeigen und erleben lassen. Das ist ein aus unserer Sicht total nachvollziehbarer Wunsch seinerseits und ein folgerichtiges und sehr liebevolles Angebot Deinerseits. Allerdings halten wir euer Vorhaben in dieser Form nicht für realisierbar. Wir glauben, dass jeder Mensch sein Erleben  ausschließlich und vollständig selbst erzeugt. Du kannst also bestenfalls einen systemischen Kontext schaffen, vor allem durch liebevolle beständige Unterstützung bei der Fokussierung seiner Aufmerksamkeit auf sein Ziel. Sein Ziel ist aus unserer Sicht recht deutlich geworden. Aber, was ist Dein Ziel?

Wofür (nicht warum) möchtest Du ihm helfen? Welches gewünschte Erleben in der Zukunft versuchst Du damit für Dich zu realisieren? Welche Bedürfnisse von Dir motivieren Dich zu diesem Unterfangen?

Und welches Erleben etikettiert denn das Wort “Liebe”? Für manche ist es Wohlbefinden, für manche Hingabe, für andere Sex, Sicherheit, Geborgenheit, Lebendigkeit, Leidenschaft, Commitment, Bedinungslosigkeit, Schönheit, Freiheit, Hormonstau und/oder/und…

Bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass dies völlig uneindeutig, sehr ambivalent bzw. sogar “multivalent” ist. Unzählige Kunstwerke, Lieder, Bücher, Gedichte und Gemälde aus allen Kulturen der Welt drücken Liebe in all ihren Facetten aus – und sind dabei recht unterschiedlich in dem, was sie erzählen. Es gibt also keinen objektiven Maßstab, der “Liebe” definiert. Unserer Meinung nach geht es nur um das Erleben, was jede und jeder Einzelne, größtenteils unwillkürlich, in sich erzeugt und mit dem Begriff “Liebe” verknüpft. Und angesichts der Komplexität eines solchen “Erlebnisnetzwerkes” aus Emotionen, Gefühlen, Körperempfindungen, Erinnerungen, Glaubenssätzen und systemischen Verflechtungen, die Teil des Erlebens sind, können wir ohne Übertreibung sagen, dass es genauso viele, einzigartige Erlebnis-Versionen von “Liebe” gibt, wie Menschen auf dieser Erde leben und sich diese “Liebe” in jedem Moment unseres Lebens anders anfühlen kann, je nach Kontext.

Die gute Nachricht ist nun, dass jeder Mensch das Potential hat, sein eigenes Erleben selbstwirksam zu gestalten. Wir sind der Auffassung, dass Erlebnisse der Vergangenheit niemals zwangsläufig, also Linear-Kausal, das Erleben der Gegenwart bestimmen. Die Kindheitserlebnisse Deines Freundes waren mit Sicherheit sehr schrecklich und wir wollen das auf keinen Fall bagatellisieren. Und: Um ins Handeln zu kommen, ist es wichtig, zu verstehen, dass wir im Bezug auf unser Erleben in der Gegenwart die Täter sind und nicht die Opfer. Wie verändern wir nun unser Erleben hin zu etwas Gewünschtem?

Erleben ist nichts anderes als eine Form von hauptsächlich unwillkürlichem Verhalten – unsere lieben Gewohnheiten. Dieses unwillkürliche Verhalten, welches dem Stamm- und Zwischenhirn entspringt, ist immer schneller und stärker als das willentliche Verhalten. Um das unwillkürliche willentlich zu gestalten, gibt es aber sehr effektive Tools in Therapie und Coaching wie z.B.Hypnose, Arbeit mit sinnlichen Metaphern, die Gestaltung innerer Räume, das Positionieren innerer Anteile im Erlebten Raum und vieles andere mehr. Es sind in jedem Fall beständige Rituale liebevoller und wertschätzender Aufmerksamkeitsfokussierung. Das müssen wir in der Regel einige Zeit üben, bevor es uns gelingt, unsere Gewohnheiten zu ändern, und unsere Aufmerksamkeit in unserem Alltag auf das zu lenken, was z.B. eben vielleicht ein Gefühl wie Liebe sein könnte.

Würde es denn den von euch gewünschten Zielen dienen, wenn Du diese Begleitung übernimmst? Möglicherweise bist Du genau die richtige dafür, vielleicht aber auch jemand anders?

Was kannst Du denn also im ersteren Fall konkret tun?

Mache Dir immer wieder bewusst, dass sein Problem-Erleben, also die “Unfähigkeit, Liebe zu erleben”, schon die Lenkung der Aufmerksamkeit in eine bestimmte Richtung ist. “Unfähigkeit, Liebe zu erleben” fühlt sich sehr statisch also unveränderlich an und fokussiert auf ein Erleben von Handlungsunfähigkeit. Dies beeinflusst entsprechend das Verhalten und den ganzen Organismus. Wie wäre es, wenn Du stattdessen zum Beispiel von “engagierter Skepsis gegenüber der Etikettierung der eigenen Gefühle mit potentiell bindenden Begriffen” sprichst? Es könnte ja auch sein, dass eine Seite in ihm “Liebe” mit einer Bedrohung verknüpft hat. Aus Dieser Sicht ist es eine sehr anerkennenswerter Lösungsversuch dieser Seite, möglichst kein eigenes Erleben mit diesem Wort zu verknüpfen. Vielleicht findet Ihr ja auch einen ganz eigenen Ausdruck für dieses Phänomen, was Euch da begegnet ist.

Prüft gewissenhaft, ob deinem Freund die Kompetenz, “Liebe zu erleben”, wirklich fehlt. Dies wäre nämlich höchst ungewöhnlich, allein schon, weil er gar nicht wissen könnte, was ihm fehlt, wenn er “Liebe” nicht schon mal in anderen Kontexten erlebt hätte. Vielleicht liebt er Musik, ein Haustier, ein Hobby, ein Gefühl… Dadurch zeigt sich, dass die gewünschte Kompetenz längst vorhanden ist, sie müsste “nur” mit einem anderen Kontext – zwischenmenschlich Begegnung bspw. – vernetzt werden. Vielleicht erlebt er auch längst etwas wie zwischenmenschliche Liebe, nennt es aber aus bestimmten und nachvollziehbaren Gründen anders.

Wir raten Dir und Euch, ausführlich und ehrlich über eure Ziele zu sprechen. Was sind Deine Ziele? Was sind Seine Ziele? Und was sind eure gemeinsamen Ziele? Wir geben in unserem Buch “Die Buddha-Beziehung” ausführliche Hinweise für ein “Spiegelgespräch”, eine Methode für ehrliches und offenes Aussprechen unserer Gefühle und Bedürfnisse.

Und schließlich kann es sein, dass, wenn er sein Erleben namens “Liebe” entdeckt, sich dieses von Deinem merklich unterscheidet. Wenn wir uns mit unseren Unterschieden begegnen, löst das bei den meisten Menschen ein Gefühl von Bedrohung oder Irritation, einen sog. “Konflikt” aus. Darum ist es hilfreich, die “Erhaltung der Unterschiede” unbedingt als gemeinsames Ziel hinzuzunehmen und immer wieder die Aufmerksamkeit dahin zu fokussieren. Eine schöne Metapher dazu sind unsere zwei Augen: Nur weil wir ein Rechtes und ein Linkes haben, ist Tiefenschärfe möglich. Würden sich die Augen auf eine Perspektive einigen, würden sie ihre Ziele des hilfreichen räumlichen Sehens sprichwörtlich aus den Augen verlieren. Ihre Unterschiedlichkeit ist also unbedingt wertzuschätzen und zu erhalten.

Soweit von uns, scheinbar lang und doch sehr verkürzt. Wir hoffen, Du konntest damit etwas anfangen und wir wünschen euch beiden von Herzen viel Erfolg und Selbstwirksamkeit auf eurem weiteren Weg, ob gemeinsam oder nicht.

Chono & Tandana

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Wir sind – unter anderem – Teil des berühmt berüchtigten Teams “Dr. Love” welches Chief Enjoyment Officer Dietmar Schneider in seinem Liebeskunst-Netzwerk ins Leben gerufen hat. Wie beim altbekannten Vorbild Dr. Sommer aus der Bravo ist auch Dr. Love offen…

Quelle: “Wie einem traumatisierten Mann echte Liebe zeigen?”

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“Wie Ekel gegenüber Sp***a überwinden?”

Eine Frau fragte das Team Dr. Love am 29.3.2021 folgendes

Liebes Team Dr. Love,

vor allem in Pornos ist viel Sperma zu sehen: Sperma im Mund der Frau, Sperma im Gesicht der Frau, Sperma auf den Brüsten der Frau etc.

Ich weiß, dass viele Frauen damit entweder kein Problem haben (neutral) oder es schön finden. Ich finde Sperma eklig und will es weder im Mund noch auf der Haut haben.

Gerade bahnt sich eine neue Beziehung an und der zukünftige (Sex-)Partner hat mir schon erzählt, dass er orale Befriedigung (mit Schlucken) und sein Sperma auf die Partnerin zu spritzen sehr liebt.

Ich finde es blöd, dass ich damit ein Problem habe. Was kann ich tun, um meinen Ekel gegenüber Sperma zu überwinden?

Über Tipps würde ich mich sehr freuen.

Gruß
T.

Chono antworteten

Liebe Tara,

“bitte entschuldige diese lange Antwort, für eine kurze hatte ich keine Zeit” (Zitat, keine Ahnung von wem) 🙂

Vielen Dank für diese wichtige und mutige Frage.

Bevor ich auf Deine eigentliche Frage eingehe, was Du tun kannst, um Deinen Ekel gegenüber Sperma zu überwinden, möchte ich erstmal sagen, dass ich die Reaktionen der Frauen auf Sperma in meinem Umfeld deutlich anders erlebt habe. Sowohl bei meinen privaten SexpartnerInnen, als auch bei Teilnehmerinnen, die sich in verschiedenen unserer Workshops in einer Gruppenübung zu der Frage im Raum aufgestellt haben, wobei die eine Seite des Raumes “Ich liebe es” und die andere “Ich hasse es” bedeutete, zeigt sich in etwa dieses Bild:

Eine “neutrale” Reaktion auf Sperma gab es nie. Die meisten dieser Frauen mögen Sperma im Mund oder im Gesicht gar nicht. Dafür mögen es aber interessanter Weise deutlich mehr Männer als ich erwartet hätte: Eigenes oder fremdes Sperma im eigenen Mund, tatsächlich – ich übrigens auch. Auf der Haut außerhalb des Gesichtes ist es den Frauen meist egal und in der Yoni finden sie es in der Regel natürlich und erleben gern den Orgasmus des Mannes auf diese Weise, wobei das Sperma eher eine Nebenrolle spielt. Darum finde ich es schon auch interessant, noch mal zu fragen, ob das “blöd-finden” wirklich Deins ist, oder ob Du es von den Menschen, die Du liebst, nicht auch ganz oder teilweise übernommen hast – vermutlich ist beides wahr.

Aber zurück zu Deiner eigentlichen Frage, ich denke, dass die folgenden Gedanken Dich in Deinem Vorhaben, Dein Ekel-Erleben durch ein Genuss-Erleben in Verbindung mit Sperma zu ersetzen, unterstützen können – es handelt sich dabei um einen Selbsthypnose-Ansatz, frei nach Gunther Schmidt:

Ich hoffe, dass ich Dein Ziel damit für Dich gut formuliert habe, denn ich bin der Meinung, es sollte nicht Dein Ziel sein, den Sperma-Ekel “auszuhalten”, sondern Dein einschränkendes Ekel-Erleben durch ein bereicherndes Genuss-Erleben oder wenigstens durch ein entspannendes Gleichmut-Erleben zu ersetzen.

Mache Dir als erstes bewusst, dass Dein Ekel wirklich nur DEIN Ekel ist, er ist voll und ganz in Dir und Teil Deiner jetzigen Persönlichkeit – Du bist also NICHT Opfer Deines Ekels, sondern – wenn auch nicht absichtlich – die Täterin, “Du ekelst Dich” – das ist ein erlerntes Verhalten, keine Veranlagung und vor allem keine Eigenschaft des Spermas – Also liegt es in Deiner Macht, damit aufzuhören.

Es wird vermutlich schwierig, UND es ist machbar… und schwierig, und machbar… und schwierig… und machbar. Ich betone das “schwierig” so, um Dich davor zu schützen, dass Du Dich selbst dafür fertig machst, wenn es Dir nicht auf Anhieb gelingt, oder Du mehrere Anläufe brauchst. Du hast Dir da ein schönes Stück Wachstum vorgenommen, gib ihm Zeit.

Du hast geschrieben, dass Du “es blöd findest, dass Du damit ein Problem hast.” – Ich finde das gar nicht blöd. Ich bin mir sicher, dass dies die adäquate Reaktion Deines intelligenten Organismus ist, zu diesem Zeitpunkt und im Kontext Deiner persönlichen und gesellschaftlichen Vergangenheit.

Es ist nicht hilfreich – und wie ich finde, auch nicht angemessen respektvoll Dir selbst gegenüber, Deinen intelligenten Organismus dafür zu verurteilen, dass er angemessen reagiert. Im Gegenteil: Der Ekel ist für’s Erste eine kompetente Leistung Deines Systems, die Du an dieser Stelle würdigen darfst. Allein schon, weil Du ansonsten noch zusätzliches unangenehmes Erleben erzeugst, welches Du mit dem Sperma-Thema assoziierst, nämlich Selbsthass. Damit würdest Du Deinem – ebenfalls adäquaten – Vorhaben, ein genussvolles Sperma-Erleben zu erzeugen, gehörig im Wege stehen.

Es ist darum ebenfalls sehr wichtig, dass Du Dir für diese Umstellung viele “Ehrenrunden” erlaubst. Dein momentanes Verhalten, das Dich-Ekeln, ist derzeit tief verankert in Deinem limbischen System. Es ist – noch – unwillkürlich, und – Gesetz: – das unwillkürliche Verhalten ist IMMER stärker und schneller, als das gewünschte Verhalten. Der Weg ist also der, dass Du Dich selbst so konditionierst, dass das gewünschte Verhalten mit der Zeit unwillkürlich, also ohne Deine Kontrolle von selbst geschieht.

Klingt schwierig oder anstrengend? Dann erinnere Dich, dass Du auf diese Weise schon vieles gelernt hast, wie beispielsweise Laufen, Radfahren, Sprechen oder Schwimmen, es gilt also nur, eine Fähigkeit zu aktivieren, die Du schon längst hast.

Das braucht Zeit und Beharrlichkeit, und es ist machbar. Es braucht Ehrenrunden, und es ist machbar. Es braucht viele kleine Schritte – “Micro-Challenges” – wie bei Beppo dem Straßenkehrer, der immer nur an den nächsten Besenstrich denkt, an den nächsten Schritt. Es braucht Motivation, die wirst Du an manchen Tagen haben, und an anderen Tagen nicht, das ist völlig okay, gönn Dir immer wieder Pausen damit. UND: Es ist machbar. 🙂

Wichtig ist auch, dass Du mit Deinem Partner darüber sprichst. Nimm ihn mit ins Boot. Sag ihm ganz ehrlich, wo Du stehst und was Dein Vorhaben ist, und dass Du es ganz entspannt und in Deinem eigenen Tempo machen willst. Bitte ihn um Geduld, bitte ihn, Dir da keinen Druck zu machen. Lass ihn hören und spüren, dass Du seine Wünsche gehört hast, verstehen und wertschätzen kannst – was Dich zu nichts verpflichtet – und dass Du ihm nichts versprechen möchtest, und dass Du Lust hast, an dem Thema zu arbeiten – auf Deine Weise.

Mach kleine Schritte und arbeite mit Autosuggestion. Nur Du selbst kannst erspüren und entscheiden, welches für Dich dabei die richtigen Schritte und welches die geeigneten Suggestionen sind.

Mache Dir folgendes einmal sehr bewusst: Die ERLEBTE WIRKUNG, die das Sperma auf Dich hat – derzeit Ekel – entsteht, durch die BEDEUTUNG, die Du ihm gibst. Dabei ist – nochmal – die Bedeutung, die Du ihm UNWILLKÜRLICH gibst, immer stärker und schneller, als die gewünschte Bedeutung. Nur durch wiederholte Autosuggestion kannst Du erreichen, dass die gewünschte Bedeutung mit der Zeit unwillkürlich wird, und die alte Bedeutung dadurch “überschrieben” wird.

Ich vermute, dass die unbewusste und mit Ekel verknüpfte Bedeutung bei Dir wie bei den meisten Menschen heutzutage geprägt ist durch die frühkindliche Hygiene-Erziehung. Wir lernen, dass unsere Ausscheidungen, die “da unten” rauskommen, eklig sind. Unsere Eltern/Erzieher machen angewiderte Gesichter und unsere Spiegelneuronen reproduzieren sehr erfolgreich dieses Gefühl bis hin zu echter Übelkeit und Brechreiz.

Sperma, was ja auch aus dem Penis kommt, wird irgendwie auch mit Pipi assoziiert. Vielleicht denken wir auch, “ist irgendwie schleimig, wie Rotze”. Die meisten Menschen haben gegen alle Körperflüssigkeiten eine starke Abneigung, Frauen noch mehr als Männer, weil Mädchen in der Regel noch immer reinlicher erzogen werden als Jungs. Alles was untenrum passiert, müssen wir verstecken, darf niemand sehen, erst recht nicht abbekommen.

Nun ist es erstmal wichtig, sich bewusst zu machen, dass Sperma etwas vollkommen, total, absolut anderes ist, als die Bedeutung, die wir ihm beimessen. Das eine ist eine Körperflüssigkeit mit Spermien, Transportflüssigkeit, aromatischen Lockstoffen, befruchtungsfördernden Botenstoffen und gesunden Nährstoffen, das andere sind gedankliche Konzepte, erlernte Werte, also Informationen in Form von Neuronen in unserem Gehirn. Letztere können wir gestaltend beeinflussen – das ist gar nicht so schwierig und machbar.

Es ist wichtig, dass Du diese “Arbeit” tust, wenn Du in einem guten Zustand bist. Zur Veranschaulichung schreibe ich mal auf, wie das aussehen könnte, wenn ich an Deiner Stelle wäre:

(Ich schreibe mal fiktiv aus Deiner Perspektive)

Wenn ich richtig schönen, intensiven, heißen Sex mit ihm hatte, und er in meiner Yoni gekommen ist, spüre ich erstmal der Begegnung nach und spüre das wohlige, magische Gefühl in meinem Körper. Wahlweise könnte ich mir diese Situation auch erst einmal nur im Geiste und/oder bei der Masturbation vorstellen, auch das wird schon einen starken Effekt haben.

Ich liege also wohlig entspannt und zufrieden da und spüre, wie göttlich sich das anfühlt, als Frau von dieser puren, männlichen Energie durchdrungen zu sein, diese Kraft und Leidenschaft, die mein Gefäß füllt. Ich staune (wichtig!) darüber, wie anders, wie fremd und doch zugleich willkommen diese Qualität in mir ist und voller Neugier spüre ich seinen Samen im Inneren meiner Yoni. Ich kann es physisch zwar kaum spüren, aber es hat eine starke Energie! Es ist purer, gebündelter Lebenssaft, den er mir geschenkt hat, die Essenz des göttlich-männlichen Prinzip als flüssiges, reines Elixier in meinem Schoß! Es fühlt sich etwas ätherisch an, wie ein leichtes Brennen, das Feuer, was der Flüssigkeit innewohnt. 

Neugierig (wichtig!) taste ich mit meinem Finger danach, stecke ihn in ein wenig in meine Yoni, fühle und erlebe die physische Konsistenz dieses Elixiers. Ich beobachte, was dies in meinem Körper auslöst. Wenn sich der Ekel zeigt, werde ich es merken, bspw. daran, dass sich mein Magen verkrampft oder meine Kehle eng wird. Dann nehme ich mir Zeit, atme in diese Körperregionen und sende Weite, Licht und Entspannung dorthin. Ich fühle mein Herz, meine Liebe und mache mir bewusst, dass das Sperma nichts geringeres ist, als die männliche Essenz des Menschen, den ich liebe, seine Zeugungskraft, seine göttliche Kreativität in stofflicher Form! Ich taste nach meinem inneren Ja, dazu, dass dies die physische Erscheinung ist, dass sie ist, wie sie ist. 

Wenn ich bereit bin, dieses Mal, eine Woche, einen Monat oder ein Jahr später, wage ich voller Neugier den nächsten Schritt. Ich nehme etwas von seinem Sperma mit meinem Finger aus meiner Yoni und verteile es woanders auf meinem Körper – vielleicht auf meinem Bauch, auf meinen Brüsten, an meinem Hals, male Herzchen oder schöne Worte damit und wenn ich bereit dazu bin, atme ich auch mal ganz bewusst den Duft seines Spermas ein. Ich atme ihn tief in mein Herz und lasse ihn dort in Ruhe wirken. Wenn sich der Ekel zeigt, kümmere ich mich wieder darum, versuche die Körperreaktionen des Ekels wahrzunehmen, da sein zu lassen und mich damit zu entspannen.

Wenn ich bereit bin, dieses Mal oder ein anderes Mal, probiere ich den Geschmack, lasse den Geschmack in mir wirken, staune darüber, vielleicht auch über die Fremdartigkeit und lasse mir ganz viel Zeit, dass wir – der Geschmack und ich – uns langsam kennen- und lieben-lernen.

Wenn ich bereit bin, lade ich meinen Liebsten vielleicht auch ein, mich leidenschaftlich vollzuspritzen, vielleicht erstmal meinen Bauch, oder meine Brüste, oder meinen Po, vielleicht später mein Gesicht oder sogar meine Zunge (Achtung, Augen zu, das brennt!). Ich bin ganz dabei, mit meinem Bewusstsein und allen Sinnen, weide mich an seiner Lust, seiner Kraft, seiner Männlichkeit, seiner liebevollen, nackten Ehrlichkeit. Ich heiße ihn mit seinem ganzen Wesen, seinem ganzen Sein und natürlich auch seinem Sperma in meiner Welt willkommen. Ich erlaube mir, mich davon berühren zu lassen und begrüße voller Neugier alles, was sich fremd anfühlt, alles, was da erstmal komisch, anders und im ersten Moment irgendwie eklig ist. Ich verbinde mich immer wieder mit meiner Dankbarkeit, für die Begegnung, das Geschenk, die Erfahrung, diesen wundervollen Mann, den sagenhaft geilen Sex und den herrlichen, cremig-weißen, würzig-ätherischen Nektar seiner Männlichkeit!

So oder so ähnlich würde ich also vermutlich vorgehen, wenn ich an Deiner Stelle wäre – das ist aber nicht der Fall, darum wiederhole ich nochmal: Nur Du selbst kannst erspüren und entscheiden, welches für Dich die besten Schritte und welches die wirksamsten Bilder, Bedeutungen und damit Autosuggestionen sind.

Soviel von mir, es hat mir Spaß gemacht und hoffe, es ist hilfreich für Deine Selbstwirksamkeit.

Liebe Grüße
Chono

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Quelle: “Wie Ekel gegenüber Sp***a überwinden?”

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Wild Life News

“Slow S** und Ko***me: Wie passt das zusammen?”

Eine Frau fragte das Team Dr. Love am 2.2.2021 folgendes

Hallo liebes Team Dr. Love,

ich freue mich, dass es euer Angebot wieder gibt, weil ich eure unterschiedlichen Meinungen und Ideen immer gerne lese.

Jetzt habe ich selbst eine Frage. Slow Sex finde ich sehr spannend und wollte eigentlich mal ein Seminar dazu besuchen, was ja gerade leider nicht möglich ist. Ich habe schon darüber gelesen und würde es gerne mit meinem Partner ausprobieren.

Da wir auch mit anderen Menschen Sex haben, ist uns Safer Sex sehr wichtig. In der Literatur finde ich nichts darüber. So wie ich es verstehe, wird der unerigierte Lingam in die Yoni eingeführt. Da kommen Kondome ja schon mal nicht in Frage. Oder ist es sinnvoller, erst ein Kondom auf den erigierten Lingam zu ziehen und anschließend ineinander zu gleiten?

Macht es etwas, wenn die Erektion dann wieder abnimmt? Wie sind da eure Erfahrungen? Habt ihr noch andere Tipps für den Anfang?

Ich freue mich auf eure Antworten!

Herzliche Grüße,
eine Frau

Wir antworteten

Liebe Shakti,

vielen Dank für diese wichtige Frage, wir haben uns entschlossen, dass wir am sinnvollsten darauf antworten können, indem wir ein bisschen über unsere eigene Entwicklung mit dem Thema Kondome erzählen.

Wir haben uns als lustvolle Menschen, die viel und gerne Sex haben, intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Wir sind heute der Meinung, Slow-Sex mit Kondom funktioniert überhaupt nicht. Der sachgemäße Gebrauch von Kondomen schreibt vor, das der Penis erigiert sein muss. Ihr wäret also wahrscheinlich dauernd damit beschäftigt, aufzupassen, das das Ding nicht abrutscht. Abgesehen von diesem technnischen Detail finden wir, dass Kondome jede sexuelle Vereinigung energetisch und auch körperlich-gefühlsmäßig zunichte machen. Es findet eigentlich gar keine sexuelle Vereinigung statt, solange man noch durch eine Schicht Gummi voneinander getrennt ist. Die echten taktilen Reize fehlen und auch der chemische Austausch über die Schleimhäute, der entscheidend wichtig für das ganzheitliche Erleben der Verschmelzung und der tiefen Ekstase ist, fehlt. So sieht das für uns aus. Wir haben lange gebraucht, bis wir uns das eingestehen konnten und es war natürlich erstmal sehr frustrierend…

Sicher wird uns hier schon manch einer widersprechen. Es ist ein sehr polarisierendes Thema, das wissen wir. Für uns als Tantriker fehlt beim Sex mit Kondom die reale Berührung von Lingam-Oberfläche zur Yoni-Innenfläche, die uns tief in echten, sinnlichen Kontakt mit der intimen Physis des anderen kommen läßt. Diese Berührung löst Resonanz im eigenen Körper aus, Schwingungen, Vibrationen, und ekstatische Gefühle. Gerade beim Slow Sex finden wir es deswegen wichtig, wirklich jeden Zentimeter, ja jeden Millimeter Körper zu fühlen, und da hineinzutauchen, ähnlich der Rosinenmeditation in der Achtsamkeitspraxis, wo man sich 10 Minuten Zeit läßt, eine Rosine mit allen Sinnen zu erfassen und zu genußvoll zu essen.

Also, wir  können wir dir hier leider nicht erzählen, wie Slow Sex mit Kondom funktioniert. Wir können dir hier nur davon berichten, wie wir für uns das Problem gelöst haben, was aber vielleicht ja doch auch von Interesse ist.

Wir finden, genauso wie du, Safer-Sex absolut wichtig und notwendig. Deswegen haben wir jahrzehntelang auch Kondome beim Sex mit Fremden benutzt und haben lange gar nicht gewagt, das Diktat des Kondoms in Frage zu stellen.

Irgendwann sind wir aber doch darauf gekommen, für uns ganz persönlich einmal zu hinterfragen und möglicherweise neu zu definieren, was Safer Sex eigentlich heißt. Muss es denn zwangsläufig heißen: Sex mit Kondom? Dabei sind wir einer Reihe interessanter Dinge auf die Spur gekommen. Wir sind ausdrücklich KEINE Ärzte, KEINE Juristen und das Folgende ist nur unsere ganz private Erfahrung, Sicht und aktuelle Herangehensweise, wenn es um die so genannte “ungeschützte” Vereinigung mit neuen PartnerInnen geht:

Was wir ganz grundsätzlich total wichtig finden: Die Verantwortung für deine Gesundheit liegt immer voll und ganz bei dir selbst. Und es gibt im Leben immer Risiken. Welche Risiken du eingehen möchtest, welches Narrativ von “sicher” und “verantwortungsbewusst” für dich stimmig ist, kann dir am Ende nur dein eigenes Bauchgefühl sagen, und das gleiche gilt für deinen Partner, sein Leben und seine Gesundheit. Darum müsst ihr über das Thema sprechen und euch über eure Werte diesbezüglich austauschen.

Absichern tun wir uns gern bezüglich der nicht-therapierbaren, sexuell übertragbaren Krankheiten, also vor allem HIV. Dafür gibt es relativ günstig zugelassene und sehr sichere Schnelltests für Zuhause aus der Apotheke. Selbst Hepatitis-C ist, zumindest laut Wikipedia, mittlerweile in 99% der Fälle vollkommen heilbar, bei den meisten anderen Sachen helfen im Notfall Antibiotika.

Außer HIV sind also alle sexuell übertragbaren Krankheiten zwar eklig, schmerzhaft, ätzend und mit Komplikationen verbunden bis bei Nichtbehandlung teilweise lebensbedrohlich, aber in aller Regel sind sie behandel- und therapierbar. Statistisch gesehen ist die Teilnahme am Straßenverkehr für Leib und Leben, sowohl bei einem selbst als auch den anderen Verkehrsteilnehmern, mit denen man in Wechselwirkung tritt, signifikant gefährlicher. Bleiben wir deswegen zuhause? No risk, no fun, oder?

Wir finden es auch wichtig, sehr genau zu reflektieren, welcher Wert in unserer gegenwärtigen Gesellschaft dem Thema “Sicherheit” beigemessen wird. Da heißt es an jedem Bahnhof “Bitte beachten sie die Lücke zwischen Zug und Bahnsteigkante.” Bald haben wir wahrscheinlich sprechende Kondome, die alle zwei Minuten sagen “Bitte prüfen sie den korrekten Sitz ihres Kondoms!” Warum? Nicht weil die Konzerne so viel Wert auf unsere Unversehrtheit legen, sondern weil sie haftbar gemacht werden könnten, sobald jemand mit seiner Eigenverantwortung überfordert ist und sich weh tut. Wenn wir tiefer eintauchen in Themen wie Achtsamkeit und Präsenz, dann verstehen wir schnell, dass nichts wirklich sicher ist, das Lebendigkeit immer auch bedeutet, unbekanntes Land zu betreten und etwas zu riskieren. Niemand anders ist für uns verantwortlich, geschweige denn “haftbar” als wir selbst.

Wir persönlich entscheiden unsere Handhabung von Safer Sex immer in Präsenz, im Hier & Jetzt und in aller Regel sehr nach Bauch-Gefühl. Wenn wir es mit jemandem zu tun haben, der nur sehr gelegentlich mal ein Date hat und meistens Kondome benutzt, sind wir deutlich entspannter, als mit jemandem, der jedes Wochenende zu Maithuna-Ritualen, auf Sex-Partys oder in Swingerclubs geht.

Wenn’s dann doch mal so jemand sein soll, dann kann man sich vorher beim Arzt auf alles Wichtige durchchecken lassen. Wenn man es damit begründet, man habe “vor 3-4 Monaten ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einem Fremden gehabt und möchte nun sich und seinen Lebenspartner schützen und darum sicherheitshalber alles durchchecken lassen” dann zahlt es in der Regel sogar die Krankenkasse – so wurde uns berichtet. Empfehlungen für gute Ärzte in deiner Region bekommst du in sexpositiven, sozialen Netzwerken wie dem JoyClub oder sicher auch beim Liebeskunstnetzwerk.

Was du jetzt hier gerade gelesen hast, ist nur eine Momentaufnahme unserer Meinung und hat keinen Anspruch auf Objektivität oder Richtigkeit. So Etwas gibt es unserer Meinung nach auch gar nicht. Wir schreiben hier alles ohne Gewähr – nicht aus Angst vor etwaiger Haftbarkeit, sondern weil es uns wichtig ist, dass du dir selbst ein Bild machst.

Fazit: Was ein “verantwortungsvoller Umgang mit dem Risiko sexuell übertragbarer Krankheiten” ist, ist nirgends klar definiert. Unsere Empfehlung ist, informiere dich gründlich und vor allem aus vielfältigen Quellen mit unterschiedlichen Weltanschauungen. Informiere dich so gründlich, dass du für dich ein klares Bauchgefühl bekommst, welches nicht nur auf Angst und Unsicherheit beruht. Nimm dir alle Zeit der Welt dafür, spüre nach, und erlaube dir auch, deine Meinung immer wieder zu ändern. Und erlaube dir, mit oder gegen den Mainstream zu schwimmen, so, wie es sich für dich in diesem Punkt eben gerade stimmig anfühlt. Und kommuniziere mit deinem Partner, tauscht euch über eure diesbezüglichen Werte aus. Es lohnt sich!

Wenn du weitere Fragen dazu hast, bieten wir auch während des Lockdowns Coaching per Telefon oder Videokonferenz an, schreibe einfach eine E-Mail an kontakt@wild-life-coaching.de.

Wir wünschen dir / euch viel Freude und Ekstase beim Slow-Sex

Chono & Tandana

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Was ist Team Dr. Love?

Wir sind – unter anderem – Teil des berühmt berüchtigten Teams “Dr. Love” welches Chief Enjoyment Officer Dietmar Schneider in seinem Liebeskunst-Netzwerk ins Leben gerufen hat. Wie beim altbekannten Vorbild Dr. Sommer aus der Bravo ist auch Dr. Love offen…

Quelle: “Slow S** und Ko***me: Wie passt das zusammen?”

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Wild Life News

“Mögen Frauen nur große, reiche Ar*******er?”

Ein Mann fragte das Team Dr. Love in 2018 folgendes

“Achtung. Provokantes: Ein Thema, das mich zurzeit persönlich sehr wurmt (bitte die Formulierung persönlich beachten).

Mir fällt immer wieder auf (auch bei Frauen in meinem Freundeskreis), dass die Damenwelt von Männern fasziniert ist, die groß sind (ab 1,58 oder so), breitschultrig, knackiger Körper, evtl. dickes Konto und dazu prädestiniert sind, Arschlöcher oder Alfa-Mann zu sein (erste Kategorie).

Auf der anderen Seite sollte der Mann kommunikativ, emphatisch, ein guter Zuhörer und Koch sein, evtl. noch Tantra-Lehrer (zweite Kategorie).

Meistens sind die Frauen mit Männern der ersten Kategorie zusammen, obwohl die Frau sich eigentlich die zweite Kategorie wünscht, aber aus irgendein Grund ihn nicht attraktiv findet – das ist dann eher der platonische Freund der Frau.

Frage ist nur: warum?

Nur um für die Frauen attraktiv zu sein, möchte ich nicht ein Arschloch werden, nein Danke!

Mir ist schon bewusst, dass ich hier polarisiere und viele Schreiberlinge mir ein persönliches Problem assistieren und einiges mir so an den Kopf schmeißen, doch ist es mir ein Bedürfnis, das mal hier loszuwerden.”

Wir antworteten

Lieber Fragender,

wir finden es richtig gut, dass Du Deine Ansichten und Deinen nachvollziehbaren Frust hier so mutig in die Runde wirfst. Sicher bist Du nicht der einzige Mann, der sich mit derartigen Sorgen herumschlägt. Wir möchten versuchen, hier etwas Klarheit hineinzubringen, schauen, wo die Emotionen “hingehören” und was es für Möglichkeiten der Klärung gibt.

So wie Du es beschreibst, fühlten wir uns an ein Konzept erinnert, was der chinesischen Philosophie entlehnt in der PHI (Jack Painter’s Pelvic Heart Integration) Anwendung findet. Es ist ein Vier-Geschlechter-Modell, wobei die vier Geschlechter wie die vier Himmelsrichtungen auf einem Kompass sind und die eigene Geschlechts-Identität an jedem Punkt in diesem Koordinatenfeld liegen kann, und auch mit der Zeit und der Persönlichkeitsentwicklung wandert. Die eine Achse ist das biologische Geschlecht Mann-Frau, quer dazu ist die Achse Yin-Yang.

Die vier daraus resultierenden Stereotypen sind also der Yin-Mann, der Yang-Mann, die Yin-Frau und die Yang-Frau. Dabei entsprechen – wie gesagt Stereotypen – die Yang-Männer Deiner Kategorie 1 (Alphatiere, Leistungssportler) und die Yin-Männer Deiner Kategorie 2 (Poeten, Künstler…). Das Konzept besagt auch, dass das Gegensätze-ziehen-sich-an-Prinzip zutrifft, d.h. die Yin-Männer fühlen sich zu den Yang-Frauen hingezogen (und andersrum) und die Yang-Männer mögen die Yin-Frauen – und alle anderen Paarungen, die sich durch die rotierende Kompasnadel ergeben. Wir waren mal Zeuge einer Gruppenaufstelluing, wo diese vier Richtungen als Bodenanker im Raum lagen und jeder sich positionieren sollte – es zeigt sich, dass alles verdammt gut passte.

Jetzt ist Deiner Mail zu entnehmen, dass Du eher zum Yin-Mann tendierst, die Frauen, die Du attraktiv findest, aber die Yang-Männer als Partner vorziehen. Du könntest demnach mal in folgende Ideen hineinspüren:

Wie sieht es mit den Yang-Frauen aus? Den starken, selbstbestimmten Ladys mit den üppigen Körpern, den lauten Stimmen, den stolzen Gesichtern? Hast Du gegen diesen Frauentyp Widerstände? Dann erforsche diese Widerstände, spüre hin, wann und wo sie das erste Mal aufgetraucht sind. Gehe mit diesen Frauen noch einmal neu in Begegnung, versuche eine unvoreingenommene, staunende und forschende Haltung einzunehmen dabei.

Oder aber – schlummert in Dir ein Yang-Mann, den Du verurteilst, der Dir Angst macht? Eine archaische Männlichkeit, die Du Dir abschneidest, weil sie dir nicht politisch korrekt erscheint? (s. “Arschlöcher”) Oder weil Du mal unter einem stärkeren Yang-Mann zu leiden hattest? Denn wenn Du Dich zu Yin-Frauen (den süßen, piepsigen, mädchenhaften, leichtgewichtigen, schüchternen & verletzlichen) hingezogen fühlst, dann ist möglicherweise der Yang-Mann Deine wahre Natur.  Vielleicht könntest Du Dich von David Deida inspirieren lassen. Es würde dann darum gehen, dass Du Dich mit diesem Typ Mann in Dir auseinandersetzt und herausfindest, wo er in Dir schlummert.

Die Einteilung in diese vier verschiedenen Gruppen, in Yin- und Yang-Energie, ist natürlich nur ein Modell der Welt, und ohne Dich zu kennen, können wir Dir hier letztlich nur ein paar vage Anregungen geben.

Aber in einem Punkt sind wir uns sicher: Auf jeden Topf passt ein Deckel, die passenden Frauen für Dich, die genauso auf dich stehen, wie Du auf sie, sind da draußen. Du hast sie nur nicht auf Deinem Radar.

Du wirst das Problem nur lösen, wenn Du für Deinen Frust, Deine Einsamkeit usw. die volle Verantwortung übernimmst, und nicht, wenn Du versuchst “die Männer” oder “die Frauen” dafür verantwortlich zu machen, dass es bei Dir nicht funktioniert mit der Paarung. Es ist allein Deins, also lass Deine Opferrolle los und nimm die Sache in Deine kreativen Hände.

Unserer Erfahrung nach hilft es sehr, sich der Welt authentisch mit allen Bedürfnissen und Hindernissen zu zeigen, alle Gefühle zuzulassen und auszudrücken, und dafür in die ganze Verantwortung zu gehen. Dann finden auch die passenden Menschen zu uns.

Viel Erfolg, Mann!

Chono & Tandana

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“Bin alt und faltig, fühle mich überflüssig – was tun?”

Eine Frau fragte das Team Dr. Love am … folgendes

“Ich bin seit kurzem Rentnerin. Wenn ich mir meinen Körper ansehe, sehe ich den Körper meiner Mutter vor mir, faltig, in hohem Alter. Ich habe das Gefühl, mein Körper verfällt, ich fühle mich nicht mehr anziehend für Männer. Ich habe kaum noch Lust daran, mich schön anzuziehen und zu schminken. Ich fühle mich, als hätten die jungen Menschen mich schon abgeschrieben. Keiner scheint meinen Rat zu wollen. Und ich bin offenbar überflüssig. Aber eigentlich will ich das alles nicht. Ich will glücklich sein. In der Natur zu sein, macht mir Spaß, und ich gehe gerne schwimmen. Ich frage mich, was ich tun kann, um mich besser zu fühlen.”

Wir antworteten

Liebe Fragende,

Du schreibst ganz am Schluss Deiner Frage, dass Du gern in der Natur spazieren gehst. Die Natur ist ja nun auch nicht zu jeder Jahreszeit gleich. Im Frühling erleben wir die Natur als frisch, grün und saftig, im Sommer üppig und blühend, im Herbst aber nun schon rollen sich die Blätter und werden ein bisschen braun und schlaff, bis sie im Dezember gänzlich runzelig sind, und das Laub unter unseren Füßen raschelt. Das ist der Lauf der Jahreszeiten. Nun, vielleicht gehst du ja auch nur gerne im Frühling und im Sommer spazieren, wenn du aber wirklich die Natur liebst, so nehme ich an, dass du auch gerne im Herbst und im Winter spazieren gehst. Der Verfall der Natur im Herbst hat seine ganz eigene Schönheit, und das Sterben des alten ist hier notwendig, damit etwas Neues zum Leben erweckt werden kann. Wir glauben dass das “Ja” zum Altern, zum Herbst unseres Lebens, zur Ernte, zum Verfall, zum Rückkehr in die Formlosigkeit des großen Ganzen, eine große und sehr herausfordernde tantrische Übung ist, die uns aber letztendlich wirklich viel über unser Leben und unser Dasein auf der Erde erzählt. Uns in diesem Prozess anzunehmen, verleiht uns Würde, Weisheit und wahrhaftige, tiefe Schönheit. Das Alter selbst ist ein großer, wichtiger und manchmal sehr langer Lebensabschnitt und nicht nur der staubige Endbahnhof, und in Lebensabschnitt steckt vor allem das Wort Leben.

Und so kann auch der menschliche Körper im Alter seine ganz eigene Schönheit entfalten. Es gibt Fotografen, die haben sich darauf spezialisiert, alte Menschen zu fotografieren, und wir finden, diese Fotos sind wirklich umwerfend. Sie leben nicht davon, dass diese Menschen äußerlich schön sind, sondern in ihrem Inneren leuchten. Ihr Inneres ist viel präsenter als ihre äußere Form.

Was wir Dir damit sagen möchten, ist, dass das alles eine Frage der Betrachtungsweise und der Perspektive ist. Wenn ich natürlich in mir ein Bewertungssystem habe, dass ich nur straffe Haut schön finde, dann werde ich faltige Haut wohl eher abstoßend finden. Aber vielleicht könntest Du einmal die Bewertungen, mit denen Du auf dich schaust, ändern. Vielleicht einfach einmal als Experiment. Wie wäre es, wenn du von der Vorannahme ausgehst, dass faltige Haut schön ist und glatte Haut langweilig und uninteressant? Oder wie wäre es mit der Vorannahme, dass ungeschminkte Gesichter schöner sind, lebendiger, authentischer, interessanter als geschminkte? Oder damit, dass es egal ist, ob jemand geschminkt ist oder nicht, und es viel wichtiger ist, wie der Mensch ist, wie er mit mir spricht, wie er mit mir Kontakt aufnimmt, wie er mit mir eine Begegnung geht.

Hier könntest Du noch viel viel weiter forschen, und Dir vielleicht auch professionelle Hilfe holen. Immer wieder holen uns in unserem Leben starke Glaubenssätze ein, wo es sehr wichtig ist, diese immer wieder ganz bewusst zu hinterfragen, ob sie wirklich wahr sind. Und wichtig finden wir auch, aus einem Ereignis, einem singulären Vorfall, nicht gleich ein “immer passiert mir dieses oder jenes” zu machen. Schau Dir an, warum es Dich triggert, wenn Du in Dir Deine Mutter siehst. Sind es wirklich Äußerlichkeiten, oder hat sich vielleicht Deine Mutter im Alter nicht erlaubt, eine freudvolle, lebendige Frau zu sein? Dann brauchst Du vielleicht ein besseres Vorbild.

Nun, und dass manche Menschen Deinen Rat nicht wollen, hat möglicherweise nachvollziehbare Gründe. Haben sie Dich denn um Rat gefragt? Ungefragt Ratschläge zu geben, ist oft sehr übergriffig und keine angemessene Art, um in Kontakt zu gehen. Wenn Du einen Weg finden kannst, Dich selbst so anzunehmen, wie Du bist, mit Deinem Alter, über das Wunder, das Du bist, zu staunen und Dich authentisch zu zeigen, dann wirst Du ein strahlender Magnet sein für Menschen, die zu Dir passen. Du brauchst dann, um in Kontakt zu kommen, gar nichts weiter zu tun, “nur” wirklich zu sein.

Die sog. “Jugendsucht” ist in unserer Zeit und Gesellschaft leider eine weit verbreitete “Krankheit”, aber es gibt dennoch sehr viele, wunderbare Menschen, die diese hinter sich gelassen haben. Gerade in der “Tantra-Szene” tummeln sich auch viele Ehrwürdige, die immer noch sehr lust- und liebevoll im Leben und in der Begegnung sind. Auch als Tantra-Masseure erleben wir nicht selten Begegnungen mit alten Menschen und sind immer wieder berührt davon, wie lebendig und wunderschön diese sind, wenn sie sich ihre Lebendigkeit und ihre Lust erlauben. Dein Leben liegt ganz in Deiner Hand, anders zu denken und zu handeln als bisher, oder als Deine Mutter, liegt ganz in Deiner Macht. Dein Alter ist Teil des Wunders des Lebens und genauso wunder-bar, wie es Deine Jugend war. Und Du bist nicht allein, Du darfst Dir Hilfe und Begleitung suchen, wie Du es hier ja auch schon getan hast.

Wir wünschen Dir viel Kraft und Freude auf Deinem Weg.
Lass gern mal von Dir hören, wir geben Dir – auf Wunsch – auch gern noch konkretere Empfehlungen.

Liebe Grüße
Tandana & Chono

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“Mundgeruch der Partnerin vergällt L*** auf S** – Was tun?”

Ein Mann fragte das Team Dr. Love am 7.2.2017 folgendes Liebes Dr. Love Team, ich hoffe, ihr findet mich nicht verrückt, aber ich habe ein großes Problem. Ich lebe schon seit einiger Zeit in einer lesbischen Beziehung, jetzt drängt meine…

“Dürfen SeminarleiterInnen bei intimen Übungen mitmachen?”

Jemand fragte das Team Dr. Love am 31.1.2017 folgendes “Findet ihr, Seminarleiter/innen sollten selbst nicht bei intimen Übungen mitmachen und auch für die Dauer eines Workshops keine intime Beziehung zu Teilnehmer/innen aufbauen?” Chono antwortete Liebe/r Fragende, die Frage ist definitiv…

“Verhindert die polyamore Szene bewusstes Einlassen?”

Ein Mann fragte das Team Dr. Love am 10.1.2016 folgendes “Wir sind alle Reisende im Leben. Aber auch im Lieben. Im Gegensatz zur monogamen Monotonie bestehen polyamore Beziehungen oft nur auf Zeit, sei es nun für zwei bis drei Monate…

Was ist Team Dr. Love?

Wir sind – unter anderem – Teil des berühmt berüchtigten Teams “Dr. Love” welches Chief Enjoyment Officer Dietmar Schneider in seinem Liebeskunst-Netzwerk ins Leben gerufen hat. Wie beim altbekannten Vorbild Dr. Sommer aus der Bravo ist auch Dr. Love offen…

Quelle: “Bin alt und faltig, fühle mich überflüssig – was tun?”

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Wild Life News

“Mundgeruch der Partnerin vergällt L*** auf S** – Was tun?”

Ein Mann fragte das Team Dr. Love am 7.2.2017 folgendes

Liebes Dr. Love Team,

ich hoffe, ihr findet mich nicht verrückt, aber ich habe ein großes Problem. Ich lebe schon seit einiger Zeit in einer lesbischen Beziehung, jetzt drängt meine Freundin darauf, zusammen zuziehen, das hatten wir uns vorgenommen. Ich liebe meine Freundin und finde sie nach wie vor eine tolle Frau, schön, intelligent und witzig, aber in letzter Zeit verliere ich mehr und mehr die Lust zum Sex mit ihr, denn sie hat oft einen fiesen Mundgeruch. Und ich habe einen extrem empfindlichen Geruchssinn. Als wir uns kennen gelernt haben, war das nicht so, oder jedenfalls fiel es mir nicht auf, aber seit es mir auffällt, leide ich darunter. Vor allem in der Zeit um den Eisprung, wenn alle Sinne geschärft sind, meinem Gefühl nach. Ich weiß nicht, woher er kommt, manchmal riecht man es ja direkt, Nikotin, Alkohol, Knoblauch oder Karies, aber das ist es alles nicht. Kaugummis und Bonbons mag sie nicht.

Und ich traue mich nicht, es anzusprechen, es ist mir so peinlich, dass ich noch nie mit jemandem darüber gesprochen und sogar lange gezögert habe, es überhaupt irgendwo rauszulassen; hier geht das nur dank der Anonymität.

Ich traue mich auch deshalb nicht, mit ihr darüber zu sprechen, weil sie sehr sensibel ist; das hätte ich vielleicht gleich machen müssen, jetzt würde sie mir auch noch sehr übel nehmen, dass ich es jetzt erst sage. Vielleicht würde sie sich sogar trennen. Und weggehen würde der Geruch davon schließlich auch nicht. Aber er verleidet mir alles, auch das küssen, (obwohl sie schön küsst und wir früher stundenlang knutschen konnten,) weil ich immer schon ein bisschen Angst habe, dieser Geruch könnte wieder da sein. Ich kenne ihn inzwischen so gut, dass ein Hauch genügt, damit ich ihn in der Nase habe und schlechter Laune werde. Bin ich da überempfindlich? Kann ich meinen Geruchssinn irgendwie entschärfen oder ausschalten? Anderen Leuten scheint es nicht aufzufallen. Kann ich da mit ihr zusammenziehen? Ich will mit ihr zusammen bleiben. Was kann ich machen?

Wir antworteten

Lieber Fragende,
wir glauben, dass es unumgänglich ist, dass du deiner Freundin von deinem Problem mit ihrem Mundgeruch erzählst. Und dass du ihr im selben Moment mitteilst, welche Ängste dieses Mitteilen bei dir auslöst, dass du Angst hast, dass sie dich verlässt z.B.
Für eine authentische und lebendige Beziehung ist es aus unserer Sicht existentiell wichtig, sich wirklich mit dem mitzuteilen, was in uns ist. Je näher und enger unsere Beziehungen sind, umso mehr Ängste werden dabei jedoch manchmal ausgelöst. Dies sind oft alte Ängste, die aus unserer Kindheit stammen, und die wir erst in dem Moment überprüfen können, wenn wir sie wirklich aussprechen.

Des weiteren erscheint es uns wichtig, zwischen Annahmen, Befürchtungen und der Realität klar zu unterscheiden. Es ist erst einmal nur eine Annahme, eine Befürchtung, dass deine Freundin es nicht aushält, wenn Du Dich ihr mitteilst. Du weißt gar nicht, ob es wirklich so kommen wird.
Manchmal sind unsere Befürchtungen so stark, dass wir sie für Realität halten, lange bevor sie eingetreten sind. Und dadurch, dass wir so stark an sie glauben, werden sie auch immer mehr zur Realität.

Vielleicht könnte es dir ja helfen, mit deiner Freundin ein Zwiegespräch zu führen. Eine von euch beiden redet drei bis fünf Minuten, dabei spricht sie von sich. Die andere hört aktiv zu, danach wird gewechselt. Das macht ihr mehrfach, solange, bis ihr das Gefühl habt, es ist alles ausgesprochen.
Für ein Zwiegespräch ist es wichtig, sich einen entspannten ungestörten Rahmen zu schaffen, z.b. die Telefone dabei auszustellen, und sich während des Gespräches in die Augen zu schauen.

Aber die beste Nachricht sei zum Schluss diese: Unsere Erfahrung zeigt, Mundgerüche kommen und gehen! Sie sind oft nur eine Begleiterscheinung für eine bestimmte Lebensphase. Es ist nicht mal unwahrscheinlich, dass er durch die Aussprache und das Zusammenziehen “geheilt” wird.

Alles Gute!
Chono und Tandana

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